5 Punkte, die Auftraggeber an einem Freelancer schätzen

Ich bin großartig. Ich schreibe, designe, berate, programmiere,... saugut. Jeder Auftraggeber wird meine Services (und mich) lieben.

Natürlich machst du das, denn sonst könntest du von deiner Arbeit nicht deinen Lebensunterhalt bestreiten. - Sarkasmus beiseite.

Warum will ein Auftraggeber genau mit dir arbeiten?

Die erfolgreichsten Unternehmen schulen ihre Verkaufsmitarbeiter darin, ihre Kunden in- und auswendig zu kennen. Sie haben Programme, die ihnen dabei helfen, alles über ihre Kunden und ihre Kaufentscheidungen zu wissen. Ich weiß das, denn ich habe selbst einige Jahre im Verkauf gearbeitet. Damit soll eine große Vertrauensbasis gelegt und der Kunde dazu motiviert werden, genau bei diesem Unternehmen und nicht bei den Konkurrenten zu kaufen. 

Halte dir vor Augen, dass du als Freelancer einen Service lieferst. Solange du die Perspektive deines Kunden verstehst, wird er dich lieben und auf Händen tragen. Verlierst du seine Perspektive jedoch aus den Augen oder ignorierst sie, wirst du nicht den gewünschten Erfolg haben.

Was ist die “Kundenperspektive"?

Der Kunde will das Gefühl haben, dass er mit seinem Problem verstanden wird. Er möchte darauf vertrauen, dass er eine persönliche Beratung für genau sein Problem und eine passende Lösung bekommt. Schaffst du es, ihm dieses Gefühl zu vermitteln, so fühlt er sich verstanden, gut beraten und vertraut dir. Er kauft bei genau dir und nicht bei deinen Mitbewerbern. Und er kommt wieder auf dich zurück, weil er sich bei dir gut aufgehoben fühlt. 

Das bedeutet, dass du den Kunden und sein Problem verstehen musst, bevor du irgend etwas anderes tust. Wie kannst du das erreichen?

  • Dem Kunden Fragen stellen und mit Fragen löchern

  • Den Kunden reden lassen und ihm aufmerksam zuhören

  • Nachhaken, sobald du irgend einen Punkt nicht verstehst

  • Zusammen fassen, um auf der gleichen Linie zu sein

Die beste Methode ist, offene Fragen zu stellen. So kann der Kunde mit mehr als Ja oder Nein antworten und du erfährst in Sekundenschnelle mehr über sein Problem.

Es mag so einfach klingen, doch in der Realität sehe ich immer wieder, dass viele Kunden sich nicht verstanden fühlen. Sie wenden sich dann an mich und sind erstaunt darüber, dass ich ihnen erst einmal zuhöre und sie dann mit Fragen löchere. 


Ein Kunde beauftragt dich deshalb mit einem Auftrag, weil er

  • die (Schreib-) Fähigkeiten zur Lösung seines Problems nicht hat und/oder

  • keine Zeit (zum Schreiben) für die Problemlösung hat und/oder

  • einen anderen Blickwinkel zu seinem Problem und mögliche Lösungen erhalten möchte

Kläre die Motivation mit dem Kunden ab: Warum braucht er dich?

Hast du den Grund verstanden, geht es um den gewünschten Auftrag und die Zusammenarbeit. Stelle deinem Auftraggeber dabei so viele Fragen als möglich:

  • Welche Art von Text oder Überarbeitung wird gebraucht?

  • Was ist das Ziel des Texts?

  • An welche Zielgruppe richtet sich der Text?

  • Welcher Stil soll gewählt werden?

  • Wie viel Kommunikation ist zwischen euch gewünscht?

  • Wie verhinderst du, dass der Auftraggeber mit deiner Arbeit nicht zufrieden ist oder eine größere Umarbeitung wünscht?

  • Wie viel Zeit hast du für den Auftrag?

  • Wie viel Zeit hat der Auftraggeber, um dir Feedback zu geben?

  • Ab welchem Ereignis oder Zeitpunkt ist der Auftrag als fertig anzusehen?

  • Wie wird die Bezahlung gehandhabt?

Je besser du mit deinem Auftraggeber kommunizierst, desto einfacher wird es für dich, seine Stimme zu sein. Wenn du etwas nicht verstehst, so sprich das klar an. Denkst du, dass dein Kunde etwas Wichtiges übersieht, so sage ihm das. Viele Menschen schätzen diese Art von Hinweisen und zweiten Blick.

Je nach Ausgangslage brauchst du eine andere Herangehensweise und mehr oder weniger Kommunikation und Beratung.

Fünf Punkte sind allerdings jedem Auftraggeber wichtig. 


1. Auftraggeber schätzen Authentizität


Vielleicht hat man dir mal gesagt, dass man zu Kundengesprächen professionell gekleidet gehen muss oder einen Kunden nicht zu schnell duzen darf.

Das muss "man“ nicht.

Jeder merkt mit seinen feinen Fühlern und Antennen schnell, ob sein Gegenüber authentisch ist. Wenn du dich für ein Kundengespräch in einen Anzug wirfst, obwohl du eigentlich lieber Jeans und Pulli trägst und dich dabei unwohl fühlst, strahlst du das auch aus.

Natürlich solltest du Kundengespräche nicht im Schlabberlook führen. Sei einfach gepflegt und du selbst.

Das gleiche gilt auch für die Kommunikation. Ist dir dein Kunde sympathisch? Es ist kein Problem, ihm das Du-Wort anzubieten, wenn du das willst.

Das gilt auch bei der restlichen Kommunikation mit dem Kunden: Musst du übertrieben respektvoll und höflich sein? In Verträgen? In Konditionen? Sag und schreib doch alles so, wie es für dich natürlich ist und bleibe dabei immer freundlich und fair.


2. Auftraggeber schätzen Beratung und Ehrlichkeit


Auftraggeber brauchen von einem Freelancer nicht nur ein Service, sondern auch eine Beratung. Sie haben eine Idee für eine Rede, für den Inhalt einer Serie von Webseiten-Texten, EBooks oder Büchern und wissen nicht, wie sie vorgehen sollen. Sie benötigen deinen Rat und deine Expertise.

Manchmal haben sie eine starke Meinung zu ihren Ideen und Texten. Halte immer eine gewisse „kritische Distanz“ ein. Wenn du ihnen in einigen Punkten nicht zustimmst, kommuniziere das aus der Ich-Perspektive: „Ich teile diese Ansicht nicht“ und unterstreiche deine Meinung mit guten Argumenten.

Immer wieder fällt mir bei Kundenaufträgen auf, dass sich Auftraggeber nicht im Klaren über ihre Zielgruppe sind. Wenn du sie dabei unterstützt, ist schon viel gewonnen. Stelle ihnen Fragen zu ihrer Zielgruppe. Seht euch gemeinsam an, wer diese ist und was sie interessiert. Welcher Sprachstil könnte passen?

Andere Kunden hingegen wissen ganz klar, was sie möchten. Sie arbeiten schon jahrelang mit Ghostwritern zusammen. Aber auch sie brauchen hin und wieder Beratung. Stelle offene Fragen, sodass sie darauf antworten können. 

Einige andere wiederum haben selbst Texte geschrieben und benötigen einen anderen Blickwinkel oder möchten den Text überarbeitet haben. Besprich hier mit dem Auftraggeber, wie viele Veränderungen du vornehmen darfst, ob er die Änderungen sehen möchte (das geht in den gängigen Textverarbeitungsprogrammen ganz einfach) oder ob du mit freier Hand editieren darfst. Bewahre auch hier eine kritische Distanz und argumentiere dein Feedback mit guten Argumenten.


3. Auftraggeber schätzen klare und regelmäßige Kommunikation


Das A und O in der Arbeit mit den Kunden ist die Kommunikation. Wenn du am Anfang ein einziges Kundengespräch machst und dann drei Wochen lang ohne Kundenkontakt den Auftrag erstellst, darfst du dich nicht darüber wundern, dass dein Kunde mit Bearbeitungswünschen und kritischem Input antanzen wird.

Überlege mit dem Kunden gemeinsam, was für beide Seiten eine gute Form der Kommunikation ist. Dabei sollte im Vordergrund stehen, wie ihr beide erreicht, dass der Kunde am Ende den gewünschten Text erhält. Du wirst dich nicht um Zeit intensive Umarbeitungen kümmern müssen.

Bevor du überhaupt mit der Arbeit beginnst, lege alle Konditionen, Meilensteine und den Abschluss des Projekts fest. So können keine Missverständnisse oder Verzögerungen entstehen.

Überlege dir, was für dich realistisch ist: Wenn der Auftraggeber innerhalb von 24 Stunden einen 1000-Wörter Artikel möchte, du aber keine Zeit dafür hast – wie sinnvoll ist es, zu so einem Auftrag Ja zu sagen?

Überlege dir auch, wie du dem Auftraggeber während der Zusammenarbeit zeigst, dass du genau das schreibst, was er erwartet. Es ist meiner Meinung nach schlauer, einen kleinen Teil der Arbeit zu erledigen und dann stückweise vorzuzeigen. Der Auftraggeber kann so sehen, dass du bereits fleißig am Arbeiten bist und gegebenenfalls eine Kurskorrektur machen. Ich mache das bei EBooks so, dass ich immer die ersten 2000 Wörter schreibe und meinem Kunden dann vorlege. So kann er sehen, ob alles passt oder gegensteuern. Bei Artikel-Serien lege ich immer zwei Artikel vor. So kann mein Kunde ebenfalls überprüfen, ob alles passt.


4. Auftraggeber schätzen Pünktlichkeit und Verlässlichkeit


Neben Kommunikation ist Pünktlichkeit einer der Hauptgründe, warum dich Kunden nach Abschluss des Projekts wieder buchen werden - oder nicht.

Wenn du eine Deadline kommunizierst, halte dich immer an diesen Termin. Setze dich sofort mit deinem Kunden in Verbindung, wenn du eine ausgemachte Deadline nicht einhalten kann. Nichts ist aus Kundensicht nerviger als wenn eine Vereinbarung nicht eingehalten wird. Vor allem dann nicht, wenn der Kunde nicht einmal rechtzeitig darüber verständigt wird.

Verlässlichkeit geht stark mit Pünktlichkeit einher. Verlässlich zu sein bedeutet, dass du zu deinem Wort stehst. Viele meiner Kunden sagen mir regelmäßig, dass es wenig zuverlässige Ghostwriter gibt. Ich weiß, dass ich durch meine Verlässlichkeit aus dem Meer der kreativen Schreiber positiv heraussteche. Etwas, was ich natürlicherweise gut mache, ist ein Grund, warum mich Auftraggeber mit mir arbeiten möchten. - Was könnte ich mir Besseres wünschen?



5. Auftraggeber schätzen saubere Arbeit


Es gibt Ghostwriter, die keine Rechtschreibprüfungen machen oder Texte aus anderen Webseiten kopieren.

Wie viel Zeit kostet eine Rechtschreibprüfung? Wahrscheinlich nimmt es weniger als 5 Minuten in Anspruch, 2000 Wörter auf ihre Korrektheit hin zu prüfen. Die meisten Artikel, die heutzutage im Web veröffentlicht werden, sind um die Hälfte kürzer. Bedenke, dass es ist nicht Aufgabe des Auftraggebers ist, einen Text korrekt zu schreiben. Das ist Teil deiner Leistung. Installiere dir am besten ein Rechtschreibprüfungstool.

Als zusätzliche Möglichkeit kannst du dir das Textanalyse-Tool herunterladen. Dieses Werkzeug hilft dir, den Stil deines Texts zu durchleuchten und zu überprüfen, ob er für die Zielgruppe passend ist. Wir wollen die Leser des Texts vor Augen haben, die interessante, mitreißende und lebendige Texte lesen möchten!

Vom Kopieren von Texten bzw. Plagiaten solltest du die Finger lassen. Viele Kunden setzen Plagiats-Software ein, um die erstellten Texte zu überprüfen. Außerdem wird mit einigen Auftraggebern schriftlich in Verträge ausgehandelt, dass du für Plagiatsverletzungen haftest.

 


Welche Punkte erscheinen dir in der Zusammenarbeit mit den Auftraggebern noch wichtig? Ich bin gespannt auf deine Kommentare!

 
 

Hi, ich bin Stefanie und ich helfe Autoren und Selbstverlegern dabei, aus ihren spannenden Ideen Bestseller zu entwickeln und online zu vermarkten.

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