Wie werde ich Ghostwriter?

Ein Ghostwriter ist kein Texter und auch kein Schriftsteller

Vielleicht schreibst du für dein Leben gerne und wolltest immer schon professionell schreiben oder dir etwas mit dem Schreiben dazu verdienen - oder sogar davon leben. Du kannst dein Schreibtalent auf verschiedene Arten nutzen: Als Texter erstellst du die coolen Texte von Unternehmen, als Schriftsteller schreibst du mitreißende Krimis einer abgebrühten Kommissarin und als Ghostwriter typischerweise akademische Arbeiten. Ghostwriter schreiben im Vergleich mit Textern im allgemeinen längere Texte. Halte dir vor Augen, dass ein Ghostwriter im Gegensatz zu einem Schriftsteller für verschiedene Auftraggeber schreibt und sein Name als Autor nicht genannt wird. Wer Abwechslung und Herausforderungen liebt und wem der Ruhm am Buch egal ist, für den ist Ghostwriten besser geeignet als Texter oder Schriftsteller zu sein.

Die folgenden Unterschiede können bestehen, müssen aber nicht, denn heutzutage lassen sich die Aktivitäten nicht immer auseinander halten:

Ghostwriter

Name wird nicht genannt

Schreibt verschiedene Arten von Texten

Muss sich auf dem Auftraggeber abstimmen

Bekommt vom Auftraggeber Vorgaben

Kreativität ist zugelassen

Muss Deadlines einhalten

Muss sich Kunden suchen

Arbeitet meist eigenständig

Muss Honorare und Verträge aushandeln


Texter

Name kann genannt werden

Schreibt verschiedene Arten von Texten

Muss sich mit dem Auftraggeber abstimmen

Bekommt vom Auftraggeber Vorgaben

Gewisse Kreativität ist zugelassen

Muss Deadlines einhalten

Muss sich Kunden suchen

Arbeitet eigenständig oder für Agenturen

Muss Honorare und Verträge aushandeln

Schriftsteller

Name wird als Autor genannt

Hat meist dasselbe Sujet

Ist seine eigene Stimme

Arbeitet selbstständig

Sehr kreativ

Setzt sich seine eigenen Deadlines

Muss sich keine Kunden suchen

Arbeitet eigenständig oder für Verlage

Kann Honorare und Verträge aushandeln

Ein Ghostwriter kann verschiedene Arten von Texten schreiben. Vielfach wird der Begriff mit akademischen Arbeiten assoziiert, doch heutzutage suchen deutschsprachige Auftraggeber aus allen Sparten der Wirtschaft nach guten Schreibern. Im deutschsprachigen Raum werden kreative Ghostwriter mit Expertenwissen Hände ringend von Bloggern, Unternehmern, Selbstständigen, Kreativen,… gesucht. Sie möchten Bücher oder Freebies für ihre Webseiten schreiben lassen. Sie haben selbst keine Zeit für die Texte, die sie veröffentlichen wollen oder nicht das nötige Schreibtalent. Dabei kann es sich um Expertenbücher, Sachbücher, Krimis, Thriller, Ratgeber, Leitfäden, Guides, Online-Kurse, Reden und Vorträge und vieles mehr handeln. Auch akademisches Ghostwriting, das „traditionelle“ Ghostwriting, kommt in Frage. Für mich ist es eine persönliche Grenze.

Die wichtigsten Qualifikationen von Ghostwritern

Die wichtigsten Voraussetzungen sind gutes Deutsch und ein hoher Qualitätsanspruch an sich selbst, sehr hohe Selbstorganisation und sehr gute Kommunikationsfähigkeiten.

Ghostwriter schreiben je nach Text und Auftraggeber für verschiedene Zielgruppen und müssen ihre Sprache und die Komplexität der Sprache an das Zielpublikum anpassen. Ihr Sprachstil muss wortreich und farbenfroh sein. Sie müssen das Spiel mit der Sprache lieben und die Sprache der Leser sprechen. Da Ghostwriter von Auftraggebern Deadlines bekommen und manchmal an mehreren Projekten gleichzeitig arbeiten, muss sich der Phantasieschreiber gut selbst organisieren. Wer eine gute Schreibroutine entwickelt und jeden Tag Text produzieren kann, ohne dass es für ihn zur Qual wird, wird als Ghostwriter Erfolg haben. Für den Auftraggeber löst ein Ghostwriter ein Problem: Er hat entweder nicht die Zeit oder nicht die Fähigkeiten, den Text selbst zu schreiben. Es braucht gute Kommunikations-Skills, um das Ziel des Auftraggebers zu verstehen und seine Sprache zu sprechen.

Aktives Zuhören und Einfühlvermögen sind andere wichtige Eigenschaften, die ein Ghostwriter braucht. Halte dir vor Augen, dass du für jemand anderen schreibst und so deine eigenen Präferenzen manchmal in den Hintergrund stellen musst.

Das eigene Fachwissen vermarkten

Kein Ghostwriter der Welt kann über alle Themen schreiben. Als Menschen haben wir an bestimmten Themen natürliches Interesse oder brennen für Dinge. Darin sind wir Experten und wir können quasi stundenlang aus dem Stegreif über sie sprechen und schreiben. Genau zu diesen Themen sollte ein Ghostwriter schreiben und sich Auftraggeber suchen, die sein Fachwissen schätzen. Generell wird das mit deiner „Nische“ umschrieben. Ist deine Nische einmal definiert, wissen potenzielle Auftraggeber, worin du Experte bist und finden dich leichter.

Ein bedeutender Teil dieser Tätigkeit ist die Recherche-Arbeit. Jeder Text hat ein anderes Zielpublikum und somit steckt der Ghostwriter Arbeit in die Recherche des Themas. Je weniger Zeit er in diese Phase investieren muss, desto mehr Stunden kann er dem Rest des Textes widmen. Da Ghostwriter mit Deadlines arbeiten, ist dieser Punkt wichtig. Generell suchen Auftraggeber vermehrt nach Ghostwritern mit Spezialwissen. Dadurch finden sie jemanden, der ihre Sprache spricht und dem sie nicht lange ihre Branche, ihr Unternehmen oder ihre Produkte erklären müssen.

Definiere deswegen die Themen, über die du schreiben willst. Mach das so detailliert als möglich. Als Ghostwriter schreibe ich beispielsweise über Veganismus, möchte aber nicht für Nahrungsergänzungsmittel-Firmen schreiben.

Referenzmaterial haben

Wer einen Ghostwriter sucht, möchte auch bisherige Arbeiten sehen. Das dient den meisten Auftraggebern dazu, um den Schreibstil des Ghostwriters besser kennenzulernen. Das Dilemma von Ghostwritern, dass sie ihre Texte aus Gründen des Rechteabtritts nicht als Referenzmaterial vorweisen können, kann hier auch als Vorteil genutzt werden. Ein Ghostwriter kann sich mit etwas Kreativität sein eigenes Referenzmaterial erstellen. Ein gutes Beispiel wäre hier das erste Kapitel eines fiktiven Fachbuchs oder Freebies, das du schreibst und in dein Portfolio aufnimmst.

Das ist kein „Trick“, denn das stärkste Interesse des Auftraggebers ist, dass er bei dir in guten Händen ist und auf deinen Schreibstil vertrauen kann. Es ist daher egal, welche Texte du in deinem Portfolio ausweist.

Proaktiv Kunden suchen

Genauso wenig wie ein Ghostwriter alle Texte übernimmt, wird er auch nicht für alle Kunden Texte verfassen. Überlege dir, wer deine Wunschkunden sind. Ghostwriter können für Verlage, Selbstständige, Privatpersonen, Unternehmen, Politiker, Prominente und andere Menschen schreiben. Die jeweilige Gruppe lässt sich noch konkreter definieren: Ein Ghostwriter mag für Nischenverlage schreiben und nicht für Riesen wie den Manz-Verlag.

Anfangs musst du von dir aus auf Kundensuche gehen. Am besten schaffst du das, indem du vorher deine Nische und deine Wunschkunden definierst. Du kannst sie über Branchenverzeichnisse, Berufsplattformen, soziale Medien, Empfehlungen und weitere Strategien finden.

Hast du einmal ein gutes Buch geschrieben, wirst du schnell feststellen, dass dich deine Auftraggeber weiter reichen. Gute Ghostwriter finden sich erstaunlicherweise selten. Meine Kunden kommen oft zu mir, weil sie mit ihren bisherigen Kontakten schlechte Erfahrungen gemacht haben. Sie können bei mir auf guten Schreibstil und Kommunikation sowie auf pünktliche Lieferung vertrauen.

Honorare und Verträge verhandeln

Ein Ghostwriter arbeitet meist selbstständig und muss daher die Honorare und Verträge mit den Auftraggebern selbst verhandeln. Es kann Knochenarbeit bedeuten, als Ghostwriter seine eigenen Tarife durchzusetzen. Als ersten Schritt gilt es zu überlegen, wie viel du verdienen musst, um deinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Mache deine Honorare davon abhängig. Im zweiten Schritt steht die Kommunikation deiner Leistungen an den Auftraggeber an.

Bei Verträgen gibt es typischerweise zwei Modalitäten: Wortpreise und Pauschalpreise. Generell empfehle ich Pauschalpreise, zu denen der Ghostwriter seine Leistungen erklärt. Oftmals sehen Auftraggeber nur den Schreibprozess, nicht aber die zusätzlichen Leistungen, die hinter dem Text stehen: Recherche, Konzeption, Korrektur und Lesbarkeit.

Alle Aufträge, die du für Auftraggeber übernimmst, sollten einen detaillierten Vertrag enthalten. Ich habe mir anfangs mit einem Kunden nach einer mündlichen Absprache die Finger verbrannt und lasse mir ab nun jedes Detail schriftlich unterzeichnen. Dabei darf ich dich beruhigen: 99% meiner Kunden sind freundlich und fair. Für den Fall einer Streitigkeit sollte jedoch ein schriftliches Dokument über die Verantwortungen und zu erfüllenden Punkte vorliegen.

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