Buchmarketing Deluxe - Wie vermarkte ich mein Buch nach der Veröffentlichung?

Mein Buch vermarkten?!

Nach langer Arbeit ist das Buch endlich veröffentlicht und der Autor wird als Star gefeiert. Seine Zielgruppe reißt ihm das Buch aus der Hand und läuft ihm nach mehr lechzend hinterher...

So oder ähnlich sehen die Wunschvorstellungen von Autoren aus. In der Realität muss sich ein Autor jedoch nach der Veröffentlichung seines Buchs darum kümmern, dass es sich wie ein Lauffeuer verbreitet. Dazu kann er für das Buchmarketing sehr viel tun, unabhängig davon, ob er Selbstverleger oder Verlagsautor ist. Hier ist viel Kreativität gefordert und jeder Autor sollte die Marketing-Maßnahmen bereits vor der Veröffentlichung planen. Je mehr der Autor macht, desto größer sind auch die Lorbeeren.

Buchmarketing ist als work in progress zu verstehen. Es geschieht nicht nur einmal, sondern nach dem Erscheinen des Buchs in regelmäßigen Abständen. Es ist dabei egal, ob der Autor Ebooks, gedruckte Bücher oder Hörbücher veröffentlicht. Es lohnt sich für jede Art von Buch, auf sich selbst und das Buch aufmerksam zu machen. Ich rate zu einem sechsmonatigen Plan, weil das Buch so Gesprächsthema bleibt und an Sichtbarkeit gewinnt. Der Autor kann sich damit außerdem eine Leserschaft oder Fanbase aufbauen, die ihm folgt. Das wirkt sich nicht nur positiv auf das jetzige Buch aus, sondern auch auf zukünftige Projekte.

Die vielseitigen Marketing-Maßnahmen für Bücher reichen von Autorenseiten bis zu SEO-optimierten Texten. Natürlich können alle Maßnahmen gleichzeitig umgesetzt werden, aber das ist weniger zielführend. Besser ist es, zu überlegen, wo sich die Leser aufhalten. Gehe deswegen wieder auf deine Zielgruppen-Analyse zurück (lies mehr dazu in meinen Blog-Artikel) und überlege, auf welchen Plattformen deine Leser sind und welche offline Aktivitäten sie interessieren könnten.



Buchmarketing-Maßnahmen, die zum Ziel führen

  • Keword-Optimierung: Ich führe diesen Punkt deswegen als ersten an, weil an Keyword- und SEO-Optimierung nichts vorbei geht. Deine Leser finden dich online nur dann, wenn deine Inhalte so geschrieben sind, dass dein Buch bei einer Suchanfrage im Internet oder auf sozialen Webseiten erscheint. Wenn du nur wenig Budget hast, solltest du auf diesen Punkt setzen.

  • Instagram-Buch-Marketing: Über Instagram kannst du deine Autoren-Marke oder deine Bücher visuell anbieten. Dazu erstellst du dir ein Business-Account (kein persönliches Account!). Mit diesem kannst du ab 100 Abonnenten Statistiken abrufen und deinen Auftritt verbessern. Du bekommst durch die Statistiken einen guten Einblick in die Menschen, die dir folgen und sich für dein Buch interessieren. Mit den gewonnenen Insights kannst du deine Maßnahmen besser an sie anpassen. Instagram erlaubt dir auch, einen persönlichen Hashtag für dich oder dein Buch zu erstellen, sodass dich Interessierte unter dieser Referenz finden. Die Plattform stellt dir frei, wie du deinen Auftritt gestalten willst: Du kannst statische Inhalte wie Grafiken, Bilder, Fotos, Zitate, Buchseiten oder dynamische Inhalte wie Videos oder Stories posten.

  • Facebook-Buch-Marketing: Facebook ist aus drei Gründen eine sehr gute Seite, um auf dich oder dein Buch aufmerksam zu machen: Es erlaubt dir, statische und dynamische Inhalte zu posten, mit deinen Followern zu kommunizieren und Einblicke in wertvolle Statistiken zu erhalten. Ein großes Plus ist, dass du auch bezahlte und zielgruppendefinierte Werbung schalten kannst. Lege dir auch hier eine Business-Facebook-Seite an, denn eine persönliche lässt nur 5.000 Abonnenten zu.

  • Autorenseite: Die meisten Webseiten-Anbieter kosten heutzutage 150 bis 200 Euro pro Jahr und sind so ausgereift, dass jeder durchschnittliche User eine Webseite anlegen und verwalten kann. Meine Webseite ist auf squarespace gebaut, denn ich liebe sein einfach zu bedienendes User-Interface. Veröffentlichst du mehr als ein Buch unter demselben Autorennamen, wird eine Autoren- oder Buchseite Thema. Leser werden dir folgen und dich im Internet suchen. Du kannst sie auf deiner Seite über Neuerscheinungen, Lesungen und andere Aktivitäten informieren. Außerdem ist es möglich, einen Newsletter einzurichten und die Email-Adressen deiner Leser zu sammeln. So kannst du sie über alle deine Aktivitäten informieren. Für Autoren- oder Buchseiten solltest du dir überlegen, was du über dich an die Außenwelt tragen willst. Leser lieben Geschichten und storytelling ist eine gute Methode, sie für dich als Person zu interessieren. Diese Art von Seiten sollten immer SEO-optimiert sein, damit du im Web sichtbarer wirst.

  • Autorenauftritt auf Xing/Linkedin: Xing, Linkedin & Co - Soll ich hier mein Buch vermarkten? - Manche Autoren möchten auch nach außen als solche auf Karriereplattformen wahrgenommen werden. Das kann ebenfalls den Effekt haben, dass sie von potenziellen Lesern oder Kooperationspartnern wahrgenommen werden. Ein persönliches Konto reicht auf diesen Plattformen. Es erlaubt, relevante Postings zu den eigenen Büchern oder Autoren-Aktivitäten zu schalten.

  • Kooperationen: Jeder Autor kann sich für sein Buch einen Blogger, Influencer auf sozialen Netzwerken, Podcaster, oder eine Firma suchen, für die sein Buch interessant sind. Denken wir an Kochbücher, in denen ein bestimmtes Lebensmittel immer wieder verwendet wird. Der Autor kann sich eine Kooperation mit einem Hersteller suchen und dann im Buch auf seine Produkte verweisen. Wollen sie denn dein Buch vermarkten? - Bei den Kooperationen solltest du nicht nur an deinen Vorteil denken, sondern dem Partner auch erklären, was er davon hat. Das ganze schreibst du in einen Sales Pitch, in dem du dein Buch und dich vorstellst und deinem potenziellen Partner schmackhaft machst, warum er sich auf die Kooperation einlassen soll.

  • Beitexte für Bücher: Jedes Buch braucht sogenannte Beitexte (lies mehr dazu in meinem Blog-Artikel), um den Lesern aufzufallen. Das können Werbetexte für Ebooks, gedruckte Bücher und Hörbucher sein, Klappentexte für gedruckte Bücher und Pressematerial für Verlage oder die Medien. Online sind sie am besten durch SEO optimiert. Offline sind sie am besten ein kurzer Sales Pitch, der für dein Buch spricht. Mit dieser einfachen Methode kannst du dein Buch vermarkten - und zwar ganz stark!

  • Lesungen: Lesungen sind ebenfalls eine tolle Möglichkeit, um direkt mit den Lesern zu kommunizieren. Viele Buchhandlungen und Büchereien freuen sich auf Events mit Autoren. Du kannst dir mal die für dich interessanten im Web heraussuchen und anschreiben. Zusätzlich kannst du über Seiten wie spacebase überall in Europa Veranstaltungsräume buchen und selbst eine Lesung organisieren. Vielleicht spielt dein Krimi in Osnabrück und du willst deswegen dort eine Live-Lesung machen. Zusätzlich würde ich noch bei einem lokalen Radio- oder Fernsehsender nachfragen, ob ich mein Buch präsentieren kann. Als Alternative kannst du Online-Lesungen organisieren. Diese wiederum können auf deiner Webseite, deinen sozialen Netzwerken, auf den Karrierenetzwerken usw. beworben werden. Webinar-Anbieter erlauben es dir, die Lesung visuell so zu gestalten wie du willst. Schreibst du unter einem Pseudonym, könntest du dich hier sogar verbergen und nur Slides zeigen, während du liest.


Marketing-Maßnahmen, die weniger Erfolg erzielen

  • Bücher in Selbstverleger-Foren anpreisen: In Selbstverleger-Foren wollen die meisten Selbstverleger an Buchrezensionen kommen. Sie bieten sich gegenseitig Hilfe dabei an und rezensieren das Buch eines anderen Autors. Es geht in diesen Foren weniger um den Kauf der Bücher. Außerdem fehlt die Dimension der Kommunikation mit den Lesern.

  • Buchtrailer: Buchtrailer sind gerade die Modeerscheinung unter den Buchmarketing-Maßnahmen. Das Buchcover und der Autor werden mit Star-Wars-Musik unterlegt präsentiert. Ich denke, dass ein cleverer Trailer zumindest ein Statement des Autors enthält oder eine Textprobe, damit sich der Leser ein Bild machen kann. Generell gesehen denke ich nicht, dass sie eine gute Methode sind, um das Buch zu vermarkten. Sie führen nicht dazu, dass der Autor seine Leser besser kennenlernt oder sich mit ihnen austauscht.

  • Preiskampagnen: Verkaufst du deine Bücher online, kannst du mit einer Preiskampagne starten. Die meisten Selbstverleger bringen zuerst einmal Ebooks heraus und schalten sie am Start in die Free Promo von Amazon Kindle Publishing. Sie wollen das Buch gleich am Start pushen und Leser darauf aufmerksam machen. Nach Ablauf der kostenlosen Promo wird der normale Preis angezeigt. Selbst dann hat der Autor in periodischen Abständen noch die Möglichkeit, den Preis zu vermindern oder wieder auf Null zu setzen. Warum ist das keine gute Methode, mit der ich mein Buch vermarkten kann? Ich rate dazu, das Buch zuerst über die anderen Maßnahmen zu bewerben und erst dann auf Preiskampagnen zu setzen. Es kann sonst der Eindruck entstehen, dass es keinen Wert hat.

 

FAZIT ZUM THEMA “Wie kann ich mein Buch vermarkten?”

1. Setze auf Keywort-Optimierung.

2. Setze auf Maßnahmen, die dir erlauben, deine Leser besser kennenzulernen und mit ihnen direkt zu kommunizieren.

3. Setze auf Vernetzung.




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