5 Tipps, wie du deinen Schreibstil verbesserst

Mit diesen 5 Tipps deinen Schreibstil verbessern

Sachbuch- und Roman-Autoren gleichermaßen sind regelmäßig auf der Suche nach Tipps, wie sie ihren Schreibstil verbessern.

Hier sind 5 erprobte Tipps, wie du deinen Schreibstil mit wenig Aufwand verbessern kannst.

1. Mit zwei Sparring-Partnern arbeiten

Als Jugendliche habe ich jahrelang Taekwondo trainiert. Ein toller Sport, denn man lernt viel über sich selbst und verbessert sich im Training mit Sparring-Partnern.

Im Sport werden Sportler besser, wenn sie mit jemand Überlegenem oder Trainierterem arbeiten. Aber auch, wenn sie mit einem Partner trainieren, der weniger fortgeschritten als sie selbst sind. Beides braucht Konzentration auf das eigene Können und Fokus auf die Skills des Partners.

Genau so verhält es sich beim Schreiben: Du kannst von Autoren mit mehr oder weniger Erfahrung als du selbst hast lernen.

Suche dir in deinem Netzwerk zwei Partner, mit denen du arbeitest: Einen Autor, der weiter fortgeschritten als du ist und einen, der am Anfang steht. Das können Buchautoren sein, die du selbst gerne liest oder Autoren, die im gleichen Genre wie du schreiben.

Von beiden kannst du lernen: Von dem erfahrenen erhältst du wertvolles Feedback zu deinem eigenen Schreibstil und vom weniger erfahrenen lernst du für dich durch seine Fehler und Unvollständigkeiten.

Kurze Texte oder Kapitelauszüge reichen dafür. Du kannst das Sparring auch thematisch aufbauen: Möchtest du Feedback zum Schreibstil, zu den Dialogen, zum Kapitelaufbau, zur Handlung oder zu anderen Dingen?

2. Texte akribisch analysieren

Es gibt mehrere Tools, die dich bei deinen Texten unterstützen. Setze auf diese besonders dann, wenn du am Anfang deiner Schreib-Karriere stehst. Die Hilfe von Tools macht auch dann Sinn, wenn du aus einem schreibfernen Beruf oder einem Beruf mit Fachdeutsch kommst (Anwälte, Notare,…).

Wie gehst du dabei vor?

  • Schreibe deinen Text, wie du ihn von Natur aus formulieren würdest. Schreibe etwa 1.000 Wörter.

  • Verwende dann ein Tool wie das textanalyse-tool. Sieh dir das Feedback des Tools an und nimm die Verbesserungen Schritt für Schritt vor.

  • Gib den überarbeiteten Text wieder in das Tool und führe eine zweite Analyse durch.

  • Notiere dir die Punkte, die du verbessert hast und versuche, dich an den neuen Stil zu halten.

Das Textanaylse-Tool ist ursprünglich für Web-Texte gedacht. Web-Texte sollen einfach und schnell zu lesen sein. Das bedeutet, dass dieses Tool dir als Autor bei einer Vereinfachung deiner Texte hilft.

Und genau das möchten Leser: Sie möchten einfach verständliche und unterhaltsame Texte lesen. Sie wollen in einem Sachbuch und Roman nicht umständlich mitdenken müssen, weil die Sätze zu lang, zu verschachtelt oder zu kompliziert formuliert sind.

3. Von den besten Autoren lernen

Schwärmst du insgeheim von einem Autor und wünschst du dir, dass du so schreiben könntest wie er? Für mich sind es die Autoren der Schwarzbücher-Reihe. Ich liebe ihren aufrüttelnden Schreibstil!

Autoren, die wir bewundern, sind gute Lehrer: Sie ziehen die Leser mit ihrem Schreibstil in den Bann.

Schnappe dir ein Buch deines Lieblingsautors: Sieh dir ein Kapitel aus dem Buch an und gehe den Text durch.

Bei Romanen: Wie sind die Sätze aufgebaut? Wie sind die Situationen und Dialoge aufgebaut? Wie gut setzt der Autor Konzepte wie show don“t tell ein? Erkennst du einen eigenen Schreibstil? - Was macht ihn aus?

Bei Sachbüchern: Wie unterhält der Autor die Leser zum Thema? Wie sind die Kapitel aufgebaut? Gibt es einen roten Faden? Erkennst du einen eigenen Schreibstil? - Was macht ihn aus?

4. Texte laut vorlesen (lassen)

Eine Übung, die ich den Teilnehmern meiner Buchschreib-Challenge vorschlage, ist das laute Vorlesen oder das Vorlesen-Lassen des eigenen Texts.

Warum ist das so wichtig? Beim Vorlesen wird das Gehirn auf einen anderen Reiz aufmerksam und begutachtet den Text quasi aus einer anderen Perspektive. Du bist beim Zuhören wählerischer und achtest mehr auf Grammatik und Struktur. Und du bist eher bereit, Dinge, die sich nicht gut anhören, zu ändern oder zu streichen.

Lies dir deinen Text laut vor und nimm dich dabei auf. Höre ihn dir dann an. Oder lass ihn dir von einem Bekannten oder einer Software vorlesen und höre gut zu.

Klingt er einfach und verständlich genug oder bist du ausschweifend und komplex?

5. Professionelle Unterstützung holen

Wenn du ganz am Anfang stehst und noch nie längere Texte geschrieben hast, lohnt sich professionelle Unterstützung. So kannst du deinen Schreibstil in Null Komma Nichts verbessern!

Diese Hilfe kannst du dir von einem Schreibcoach, Autorencoach, Journalisten oder Lektor holen. Suche dir jemand für dich passenden und stelle eine Anfrage für ein Kapitel. Feedback über ein Kapitel hilft dir, den Sprachstil, die Struktur und den Aufbau zu verbessern.

Stelle dem Anbieter offene Fragen zu deinem Text und lass ihn deine Texte nach einem Punktesystem von 0 bis 10 bewerten.

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Und welche Tipps & Tricks hast du, um deinen Schreibstil zu verbessern?

Ich freue mich auf deine Kommentare! :)