Der Autoren-Mindset

Autor sein – Was bedeutet das?


Der „richtige“ Mindset

In meiner Arbeit als Autorencoach erstelle und überarbeite ich die Webseiten und Facebook-Seiten von Buchautoren und Selbstverlegern. Dabei fällt mir regelmäßig auf, dass ein bestimmter Mindset zu erkennen ist.

Er lautet: „Ich bin ja gar kein richtiger Autor. Ich schreibe doch nur“.

Die Umfrage der Selfpublisher-Bibel für 2018 spiegelt diesen Mindset wider: Etwa 49% der Selbstverleger verdienen mit ihren Titeln unter 100 Euro pro Monat (oder noch weniger). Als Coach, der Autoren zu einer Verbesserung ihres Marketings berät, kann ich bestätigen, dass die möglichen Einnahmen sehr viel mit dem Mindset zu tun haben.

Der Erfolg und die Einnahmen stehen oder fallen mit einem Autoren-Mindset

Mindset beschreibt dabei die innere Haltung und die Denkweise über sich selbst und die eigenen Bücher.

Es überrascht mich immer wieder, dass Autoren nach außen hin keine Autoren sein wollen. Sie machen sich auf ihren Webseiten und Facebook-Seiten klein. Und doch haben sie ein ganzes Buch geschrieben und haben Leser, die ihre Bücher sehr gerne lesen!

Drücken deine Social Media Seiten und deine Webseite deine Autoren-Power aus oder stellen sie dich als Privatperson dar, die halt mal schreibt?

Als Besucher, Leser und Fans deiner Seiten möchten Menschen deine Power sehen und sich darüber freuen, dass sie einen großartigen Autor entdecken dürfen.

Du magst sagen:

  • „Ja, aber ich fange doch gerade erst an.“

  • „Nur die Bestseller-Autoren schreiben tolle Bücher. Meine können da nicht mithalten.“

  • „Ich kann mir doch keine so tollen Adjektive wie Autor X zuschreiben.“

Am liebsten würde ich dich fragen: Warum denkst du so über dich?

Denn du darfst das alles! Egal, wo du stehst. Ganz egal, ob du dein erstes Buch schreibst. Schnurzegal, ob dein erstes Buch ein Flop ist. Wurscht, ob dir Leser bisher negative Rezensionen hinterlassen haben. Im besten Fall ist es so, dass sich dein erstes Buch gut verkauft.

Mit Planung und Überlegungen geht das auch. In manchen Fällen klappt es nicht auf Anhieb. Doch man kann aus den Anfangsfehlern lernen und das Buch überarbeiten oder ein besseres veröffentlichen.

Unabhängig von deiner Erfahrung, deinem Namen, deinen Rezenionen,… darfst du ein großer Autor sein und dich nach außen groß darstellen. Das bedeutet nicht, dass du dabei marktschreierisch auftreten musst.


Du hast ein Buch geschrieben

Du hast ein ganzes Buch geschrieben. – Die Menschen, die Bücher schreiben, wissen, wie viel Arbeit, Schweiß und Herzblut hinter diesem großen Projekt steckt. Du kannst mächtig stolz auf dich sein!

Selbst wenn ein Außenstehender sagt, dass es „nur ein kurzes Buch“ oder „nur ein Ebook“ ist, darfst/sollst/kannst/musst du stolz auf dich sein!

Denn nur wenige Menschen nehmen ihre Buch-Projekte in Angriff oder bringen sie zu Ende. Hast du deines veröffentlicht, bist du eine der Personen, die Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und Eigenmotivation bewiesen hat.

Sei stolz auf dich und freu dich nach außen hin mächtig über dein Feuer!

Sieh dir mal ein Beispiel an, wie es sich als Autor über das eigene Buch schreiben lässt:

„Ich habe ein neues Buch geschrieben und freue mich sehr darüber. Wenn du es lesen willst, kannst du es hier kaufen.“

oder

„Mein neuer Gänsehaut-Krimi ist gerade erschienen. Ich freue mich darüber, dass dir dieser mitreißende und packende Krimi bald unter die Haut gehen wird. Kauf ihn jetzt hier!“


Autor werden

Sobald du ein Buch unter deinem Namen oder unter einem Pseudonym veröffentlichst, stehst du in der Öffentlichkeit. Menschen werden auf dein Buch und deinen Namen aufmerksam.

Die meisten dieser Menschen kennen dich nicht persönlich. Einige kaufen dein Buch, lesen es und machen dann nichts mehr. Andere jedoch wollen einen Eindruck von dir gewinnen und besuchen dein Autorenprofil auf Amazon, deine Webseite oder deine Social Media-Seiten.

Und was denkst du, wollen sie dort sehen?

Die Geschichte, wie du zum Schreiben gekommen bist?

- Die meisten Menschen wollen sehen, dass hinter den Büchern ein toller, überzeugender, mitreißender, selbstbewusster Mensch steht, der gerne Autor ist. Sie denken über dich und deine Bücher in Emotionen. Es interessiert sie erst mal wenig, dass du schon mit 15 gerne geschrieben hast. (Diese Geschichte kannst du ihnen erzählen, wenn sie dich schon ein bisschen kennen.)

Sie wollen hören, was das Tolle an deinen Büchern ist, was sie/dich einzigartig macht und warum du gerade diese Art von Büchern schreibst.

Kurzum: Sie wollen Power sehen und spüren.


Unternehmerisch denken

Was bedeutet es, ein Autor zu sein? - Ein Autor ist keine Privatperson mehr, sondern ein Solo-Unternehmen, das wachsen und an seinen Büchern verdienen will.

Was hältst du von dieser Definition? Sie entspricht dir (noch) nicht?

- Oft höre und lese ich Aussagen wie: „Ich schreibe lieber als mich mit Zahlen zu beschäftigen“ oder „Einen Autoren-Account anzulegen ist mir zu viel Arbeit. Ich hab doch schon einen privaten.“

Diese Autoren verwenden Social Media Profile noch als Privatpersonen anstatt deren Reichweite für sich zu nutzen. Damit können sie jedoch die Statistiken nicht einsehen oder ihre Marketing-Maßnahmen durch die Insights verbessern. Dadurch schmeißen sie Privates und Professionelles in einen Topf und sehen gar nicht, dass sie sich nicht zu einem Autor machen. Sie machen um Dinge wie Kosten-Nutzen-Analysen einen großen Bogen. Sehr selten investieren sie in bezahlte Werbe-Maßnahmen. Weil sie die geeigneten Tools nicht kennen oder sich nicht dafür interessieren.


Die, die unternehmerisch denken (und Erfolg haben), machen es anders:

  • Sie haben auf Social Media Business-Profile

  • Sie trennen Privates und Professionelles

  • Sie sehen sich Statistiken an und werten sie regelmäßig aus

  • Sie investieren in Werbe-Maßnahmen und werten sie aus

  • Sie verbessern ihre Aktivitäten mit der Zeit durch diese Insights


Ein Beispiel:

Ein Autor kann auf Instagram mit dem kostenlosen Business-Profil die sogenannten Instagram-Insights (Statistiken) einsehen. Er sieht dabei mehrere Dinge:

  • Aus welchen Städten und Ländern seine Besucher kommen

  • Welches Geschlecht und Alter seine Besucher haben

  • An welchen Tagen und zu welchen Uhrzeiten die meisten Besucher seine Posts lesen

  • Welche Beiträge die meisten Impressionen, Interaktionen, Kommentare und weitere Parameter bekommen

Das sind wertvolle Informationen! Doch viele Autoren nutzen sie nicht.


Was kann ein Autor aus diesen Informationen machen?

  • Er kann genau in diese Städte posten

  • Er kann seine Posts und Beiträge an das Geschlecht und Alter seiner Besucher angleichen

  • Er kann dann posten, wenn seine Besucher am meisten online sind und damit mehr Reichweite, Kommentare und Interaktionen erzielen

  • Er kann die Qualität seiner Posts verbessern und den Besuchern genau das geben, was ihnen gefällt

  • Weiter gefasst kann er diese Insights für bezahlte Werbung und für seine Veranstaltungen nutzen

 

 

Was du nach außen darstellst

Was du nach außen über dich darstellst, ist deine Entscheidung. Darauf kannst du viel Einfluss nehmen und du stellst genau das nach außen dar, der/die du auch sein willst.

Du musst dein Gesicht oder Privatleben nicht zeigen, wenn du das nicht machen willst. Schreibst du unter einem Pseudonym, musst du deinen echten Namen nur im Impressum anführen.

Ab dem Zeitpunkt, ab dem du deine Bücher veröffentlichst, ist dein Name draußen.

Menschen lieben Geschichten und je mehr Stories sie mit dir verbinden können, desto besser für dich.

Denke deswegen daran, welche Geschichten du ihnen über dich erzählen willst. Du entscheidest dabei selbst, welche Teile und Aspekte du von dir nach außen trägst. Erkläre immer, wie etwas entstanden oder passiert ist, als nur die Fakten zu erzählen.

Bleibe authentisch in dir und weise dir Adjektive zu, die zu dir passen.

„Martha Müller schreibt packende und spannende Krimis über die Münchner Kommissarin Laura Lucke. Sie entwickelte ihre Hauptfigur, als sie bei der Münchner Polizei im Innendienst arbeitete. Frustriert darüber, dass sie immer nur vom Schreibtisch aus bei Ermittlungen mithelfen durfte, machte sie sich als Autorin selbstständig und erschuf die Figur, mit der sie gerne im echten Leben bei der Polizei zusammen arbeiten würde.“


Dich groß und über dich in Erfolgen denken

Man spürt als Leser eines Textes, wie jemand über sich selbst denkt.

Füllwörter, Diminutive und Konjunktive sind Ausdruck von Weichheit, Ziellosigkeit und wenig hohem Selbstbewusstsein. Man gewinnt den Eindruck, dass das Gegenüber nicht auf den Punkt kommt, ausmalt, nicht zu sich steht, sich klein macht und in Möglichkeiten denkt.

Bei konkreten Sätzen, starken Adjektiven und Indikativen denkt man an Selbstbewusstsein und Zu-Sich-Stehen. Man vermutet, dass dahinter etwas Konkretes und Großes steht.

Unterstreichen lässt sich das noch mit Spitznamen oder Mission- und Visions-Statements.

Gerade Autoren schreiben tolle Texte und können mit Worten viel bewegen. Sie können an den Emotionen der Leser rütteln und sie mitreißen. - In ihren Büchern können sie das sehr gut! Es ist einfach, das auf die eigene Webseite umzulegen.

Vor kurzem entdeckte ich einen Autor, der Krimis und Thriller schreibt. Auf seiner Webseite stellt er sich selbstbewusst dar. Man muss ihn nicht persönlich kennen, um sein Selbstbewusstsein auf einen Blick zu erkennen:

  • Er führt starke Rezensionen über seine Bücher an.

  • Seine Rezensenten geben ihm Spitznamen, die er für sich verwendet.

  • Die Adjektive, die er sich und seinen Büchern zuschreibt, sind greifend.

  • Auf seiner Startseite finden sich keine Füllwörter, Diminutive oder Konjunktive. Sie „wirkt“.

  • Selbstbewusst verlinkt er auf seine Bücher, sein Facebook-Profil und macht auf seine Veranstaltungen aufmerksam.

  • Auf seiner Startseite sagt er über sich selbst „Ich war schon immer ein kleiner Sonderling“. Genau so etwas merkt man sich. – Der Krimi-Autor, der ein Sonderling ist.

Du musst kein Bestseller-Autor sein, um das zu können. Das einzige, was du tun „musst“, ist, über dich und das, was du nach außen tragen willst, in einer positiven Weise nachzudenken.


Über dich selbst und deine Leser sprechen

Was mich zum nächsten Punkt bringt:

Wie du über dich selbst und deine Leser sprichst, macht dich zum Autor oder nicht.

Darf ich dir ein Beispiel geben?

„Ich kann nicht von meinen Fans sprechen. Die Leute, die mich gut finden, lesen meine Texte einfach gerne.“

- Wenn du Autor bist, hast du ab der Veröffentlichung Fans. Für jede Art von Text gibt es Menschen, die ihn toll, interessant, ansprechend, passend, stimmig und mitreißend finden.

Denk also in großen Dimensionen und gib den Menschen, die deine Texte lieben, auch die entsprechende Bezeichnung.

Mach dich groß und freu dich über deine Fans. Sprich mit ihnen in tollen Worten und führe ihre Rezensionen auf deiner Webseite und auf Social Media Seiten an. Freu dich über ihre Worte und über ihr Feedback. Sie lieben genau dich!

 

Challenge?

Darf ich dich herausfordern und dir für dieses Jahr eine Challenge setzen?

- Werde zum Autor und entwickle einen Autoren-Mindset. Geh hin zu einer neuen Denkweise und inneren Haltung, die dich zum Erfolg bringt. Besucher können deinen Mindset von außen sehen und ihn in deinen Texten riechen.

Wenn du wirklich an dir arbeiten willst, dann komm in die Facebook-Gruppe, die ich für dieses Thema ins Leben gerufen habe.

Willst du erst einmal deine Autorenseite überarbeiten, dann hol dir mein Workbook zum Thema Autorenseiten. Hier gehe ich stark auf den Punkt Mindset ein, damit deine Startseite überzeugend und emotional wird und beim Leser einen Klick auf die Buchkaufseite auslöst.


Wer bin ich?

Ich bin Stefanie und habe texthungrig! 2017 gegründet. Davor hatte ich in einem Konzern Personalverantwortung und arbeitete in unserem Team in Mexiko Sales-Strategien für eine Region so groß wie Österreich aus. Trotz dieser wertvollen Erfahrungen musste ich mich in der Selbstständigkeit mit meinem eigenen Mindset beschäftigen und mich “nach außen” tragen.


Wie siehst du das Thema Autoren-Mindset? - Ich freue mich über deine Kommentare!

 
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Hi, ich bin Stefanie und ich helfe Autoren und Selbstverlegern dabei, aus ihren spannenden Ideen Bestseller zu entwickeln und online zu vermarkten.

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