5 Gründe, warum deine Autorenseite dein Buch nicht verkauft

Verbessere diese 5 Punkte auf deiner Autorenseite und verkaufe mehr Bücher

Einer der live Workshops, den ich regelmäßig anbiete, stellt die Autoren-Webseite in den Mittelpunkt. Manchmal ernte ich dafür Stirnrunzeln: Wer bitte braucht heute noch eine Webseite?

Die einfache Antwort: Jeder Autor, der eine langfristige Karriere anstrebt.

Die Webseite erfüllt für den Autor zwei Punkte:

  • Suchende Leser finden die Seite im Web und tragen sich in den Newsletter ein. Sie werden zu Stammlesern. Bestehende Kunden kaufen die Bücher mit 30% höherer Wahrscheinlichkeit als neue Leser. Der Autor hat die Email-Adresse wirklich; bei Social Media hat er sie nicht.

  • Der Autor kontrolliert und steuert den Inhalt der Seite. Sie ist für ihn die PR-Maschine schlechthin, über die er totale Kontrolle hat. Das kann er bei Social Media- oder Buchseiten nicht, denn sie haben ihre eigenen Spielregeln und ändern sie regelmäßig.

Warum aber verkaufen Autorenseiten das Buch nicht?

Für meine live Workshops habe ich mir die Webseiten der Autoren angesehen, die mir auf Instagram und Facebook folgen. Und ich sehe dieselben Marketing-Faux-Pas immer wieder.

Die guten News sind: Sie lassen sich im Handumdrehen zum Besseren ändern und der Autor kann Leser nicht nur erreichen, sondern auch zum Kauf des Buchs motivieren.

1. Sich als Hobby-Autor darstellen

Bei manchen Autorenseiten hat man als Besucher das Gefühl, dass hier kein professioneller Autor am Werk ist. Sondern jemand, der in seiner Freizeit nebenher schreibt.

Das vermittelt das Gefühl, dass der Mensch hinter der Seite vom Schreiben nichts versteht und die Qualität möglicherweise nicht gut ist. Es macht wenig Lust auf den Autor und seine Bücher.

Es geht um Wörter und sie spielen beim Verkauf eine große Rolle: Wenn du ein Buch veröffentlicht hast (selbst wenn es dein erstes ist), hast du wahrscheinlich in ein Korrektorat, Buchsatz und ein Cover investiert. Das zeigt, dass du professioneller Autor bist.

Stell dich auf deiner Webseite so dar.

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2. Die Startseite mit Blabla vergeben

Erinnerst du dich an das letzte Produkt, das du online gekauft hast? Du hast eine Suche im Web gemacht und bist auf die Webseite des Anbieters gestoßen. Manche reißen uns vom ersten Moment vom Hocker.

Wie schaffen sie das?

Sie erreichen uns auf einer emotionalen und einer logischen Ebene.

Die emotionale Ebene besteht aus Farben, Farbtönen, Bildern, Fotos, einem Slogan und der Sprache. Die logische Ebene setzt sich aus dem Angebot zusammen.

Die emotionale Ebene darf nicht mit den Spielregeln des eigenen Genres brechen. Es wirkt merkwürdig und abstoßend, wenn ein Liebesroman-Autor schwarze Farben oder comig-mäßige Schriftarten verwendet. Es „passt nicht“ und Besucher erkennen das auf den ersten Blick.

Sieh dich bei den Bestseller-Autoren deines Genres um oder nimm die Cover deiner Bücher als Orientierung her. Lege die Punkte auf deine Situation um.

 

3. Kein Angebot zum Buch machen

Viele Autorenseiten vergeben die Chance, dem Besucher auf ihrer Autorenseite ein Angebot zu machen.

Was ist ein Angebot überhaupt?

Der Hersteller zeigt und beschreibt sein Produkt und gibt dem Interessenten eine Kaufmöglichkeit.

Sehen wir uns als Beispiel zwei Anbieter von Kaffee-Workshops an. Welcher schafft es, dem Besucher ein Angebot zu machen?

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Eindeutig der linke Anbieter. Woran liegt das? Er zeigt und beschreibt sein Produkt und sagt dem Besucher, was er damit machen kann. Der rechte vergibt diese Chance mit Neuigkeiten, die besser auf einer Unterseite aufgehoben sind.

Das bedeutet für die Startseite: Der Autor zeigt und beschreibt sein Buch mit Buch Mock Ups und einem Werbetext (bitte keinen Klappentext). Darunter gibt er dem Besucher seiner Seite eine Kaufmöglichkeit.

Doch was machen die meisten Autorenseiten? Die Autoren schreiben über sich selbst und erklären das Menü. Sie wünschen dem Leser viel Spaß. In den schlimmsten Fällen sieht der Leser das (aktuelle) Buch auf der Startseite überhaupt nicht oder kann auf einen Blick nicht erkennen, dass das hier die Seite eines Buchautors ist.

Wenn es dir schwer fällt, ein Angebot zu formulieren, gehe so vor: Rufe die Webseite einer Marke an, die du gerne kaufst. Sieh dir ihre Startseite an. Wie zeigt und verkauft sie ihre Produkte?

4. Dem Besucher nicht erklären, was du von ihm willst

Wie viele Autorenseiten kennst du, auf denen der Autor dem Besucher sagt, dass er das Buch kaufen soll?

Ich kenne bisher fünf Seiten von Selbstverlegern, die einen Button mit einer Handlungsaufforderung haben. Der Rest fordert den Besucher zu nichts auf. Sie machen auch nichts mit der Webseite. Sie besuchen sie nur.

Handlungsaufforderungen sagen dem Besucher in klaren Worten, was er mit dem Produkt machen kann.

Welche der folgenden Buttons oder Links würdest du klicken?

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Die Links wahrscheinlich nicht, richtig? Sie gehen im Text unter. Bie den Buttons verwirren diejenigen, die „zu kreativ“ oder nicht klar genug sind. Gut wirken die, die „Jetzt kaufen“ oder „Jetzt bestellen“ in klaren Worten angeben.

Gib dem Besucher deiner Startseite mindestens zweimal die Möglichkeit, dein Buch über einen klaren Button zu kaufen.

Wenn du das Buch auf mehr als einer Plattform oder deiner Webseite anbietest, entscheide so: Verwirrst du den Leser mit zu vielen Möglichkeiten? Wenn ja, entscheide dich für die größte, über die du am meisten Bücher verkaufst. Verwirrst du ihn nicht, weil es nur zwei sind? Dann setze beide und messe die Kaufklicks. Nimm mit der Zeit nur die wichtigste Seite auf. Mehr kaufender Traffic bringt dir immer ein Plus.

5. Den Besucher mit einem unüberschaubaren Menü abschrecken

Ich kenne Autorenseiten, die 15 Punkte ins Menü setzen. Es erschlägt und verwirrt. Man möchte die Unterseiten gar nicht entdecken. Das Menü muss dem Leser klar sein. Und auch Google. Google tut sich wie der Leser mit Einfachheit leichter als mit Komplexität.

Setze auf maximal 5 Punkte, die du ins Menü setzt. Fällt es dir schwer, eine Entscheidung zu treffen, gehe so vor: Welche Punkte brauche ich, um das Buch zu verkaufen? Darunter fallen mit Sicherheit nicht Punkte wie Impressum, Datenschutz, Newsletter, Gästebuch, Social Media,… Diese Punkte kommen an andere Stellen der Seite. Organisatorische und rechtliche Dinge sind meist am Seitenende gut aufgehoben. Newsletter auf der Startseite. Gästebücher sind neben Social Media ziemlich out; wer liest sie noch bzw. wer trägt da noch ein? Zeig deine Social Media-Seiten im Header der Seite, damit Leser sich schnell mit dir vernetzen können.

Versuche, jede Seite zumindest mit einer anderen Unterseite zu verlinken. Damit stellst du für Google einen thematischen Zusammenhang für deine Domain her. Es interpretiert die Seite besser und zeigt sie deshalb besser in den Suchergebnissen an.

Willst du deine Autorenseite überarbeiten und über sie mehr Bücher verkaufen? Informiere dich HIER über die nächsten live Workshops zu Autorenseiten, Autoren-Blogs und Pinterest als Traffic-Booster.

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