Die besten 11 Tipps für ein erfolgreiches Sachbuch

11 Tipps, um ein erfolgreiches Sachbuch zu veröffentlichen

Autoren von Sachbüchern haben viele Möglichkeiten, ihren Lesern ihre Bücher anzubieten. Sachbücher sind längst keine trockenen und verstaubten Bücher mehr, sondern bieten genauso wie Romane Unterhaltung und Lesevergnügen.

Wie gehst du dabei vor, um ein erfolgreiches Sachbuch zu entwickeln? Welche Elemente braucht ein Sachbuch, um dir Einnahmen zu bringen?

Sieh dir mit mir die 11 wichtigsten Tipps in diesem Beitrag an.


1. Recherche zur Idee durchführen

Die wichtigste Frage überhaupt ist: Gibt es für dein geplantes Buch Leser?

Die Antwort lässt sich mit einer Recherche zur Idee heraus finden. Hier können die Suchboxen von Google und Amazon helfen, das Interesse der Leser einzuschätzen. Andere Bücher zum Themenbereich sind ein guter Anhaltspunkt, wie wichtig und trendig das Thema gerade ist. Durch Umfragen bringt ein Sachbuchautor das Interesse seiner zukünftigen Leser in Erfahrung.

Der bessere Weg ist, es vor dem eigentlichen Schreiben herauszufinden und das Buch rund um die Ergebnisse zu planen. Schwieriger wird es, wenn du diese Recherchen später machst.

Mit einer guten Recherche legst du als Sachbuchautor den Grundstein für den Erfolg deines Buchs. Und nicht nur das: Du findest auch wichtige Inhalte für dein Buch.

Wenn du als Sachbuchautor noch zusätzlich für dein Thema brennst, spüren das deine Leser zwischen den Zeilen und fangen garantiert Feuer. ;)


2. Zielgruppe festlegen

Die beste Sachbuch-Idee bringt nichts, wenn du deine Zielgruppe nicht kennst. Denn schließlich geht es darum, dass du dein Buch verkaufen möchtest. Und Menschen kaufen dein Buch nun nicht mal, weil es ein Buch ist. Sondern weil es ein emotionales Versprechen ist.

Das Buch ist wie ein Produkt, das einer bestimmten Gruppe von Menschen einen Vorteil verschafft.

Je enger du deine Zielgruppe fasst, desto besser kannst du dein Buch positionieren, verankern und vermarkten. Manchmal besteht die Angst, dass sich bei einer engen Zielgruppe keine Leser finden.

Doch das Gegenteil ist der Fall: Wer Graphik-Designer ist und sich über die Basics von Social Media Marketing informieren will, greift lieber zu einem Sachbuch für seine Branche und noch spezifischer zu einem Buch für Anfänger. Er gibt weniger gerne Geld für ein Buch aus, dass zu viel auf einmal möchte oder gar nicht auf seine Situation eingeht.

Bestimme die Zielgruppe deswegen so detailliert als möglich: Denke über alles nach, was dir zu deinen zukünftigen Wunschlesern einfällt. Überlege, wer dein Buch besonders gerne lesen wird. Mache dir bei dieser Übung Notizen oder male dir deinen Wunschleser auf. Auf diese Weise verankerst du diese Person im Kopf und du machst sie angreifbar.

3. Alleinstellungsmerkmal bestimmen

Es gibt wahrscheinlich kein einziges Thema, zu dem es noch kein Buch gibt. Und zu manchen Themen existieren schon sehr viele andere Bücher.

Wer sein Buch als Sachbuch-Autor langfristig vermarkten und verkaufen möchte, braucht daher ein Alleinstellungsmerkmal. Das Alleinstellungsmerkmal zeigt dem Leser das besondere Element des Buchs und macht es ihm schmackhaft.

Der Autor muss dieses Merkmal sprachlich und visuell vermitteln, damit dem Leser auf einen Blick klar ist, was das Besondere an diesem Buch ist. Oft sehen die Leser auf Internetseiten und auf den Seiten der Buchverkaufsplattformen mehr als ein Buch zum gleichen Themenbereich. Sie entscheiden innerhalb von Sekunden, ob sie auf dein Buch klicken und mehr darüber erfahren oder nicht.

Je besser ein Buch das Alleinstellungsmerkmal zeigt, desto höhere Chancen hat es auf Verkäufe.


4. Zeitplan zurechtlegen

Gerade Neulingsautoren unterschätzen oft den zeitlichen Aufwand, der mit einem Buch verbunden ist. Ein Buch zu schreiben bedeutet, es zu planen, zu schreiben, zu veröffentlichen und zu vermarkten.

Der Zeitplan hängt vom Umfang des Buchs ab.

Das durchschnittliche Amazon-Ebook startet mit etwa 15.000 Wörtern. Ein Schreibanfänger braucht für diese Wortanzahl möglicherweise drei bis sechs Monate. Danach kommen noch das Fine-Tuning, die Veröffentlichung und die Vermarktung hinzu.

Damit das Buchprojekt zeitlich überschaubar bleibt, nimmst du dir am besten einen Kalendar her: Du gehst durch, wann du schreiben kannst und legst dir für dein Projekt eine Deadline fest. Bis dahin muss das Grundgerüst stehen.

Motiviere dich dadurch, dass du bei Meilensteinen belohnst. Beispielsweise wenn du 5.000, 10.000 und 15.000 Wörter geschrieben hast oder du dein Buch fertig gestellt hast und es an Testleser gibst.

5. Umfang und Kapitelstruktur planen

Je nach Recherche stellt der Autor fest, wie umfangreich die anderen Bücher in seinem Themenbereich sind. Um mit den Mitbewerbern mithalten zu können, sollte er einen ähnlichen Umfang wählen.

Dank der Recherche hast du alle relevanten Anhaltspunkte, um eine interessante Kapitelstruktur zu erstellen. Der Blickwinkel ist immer auf den zukünftigen Leser gerichtet: Welche Kapitel interessieren ihn am meisten? Wodurch entsteht ihm das größte Lesevergnügen bzw. der beste Mehrwert?

Sind die einzelnen Kapitel festgelegt, bestimmst du ihren Umfang mit der Wortanzahl: Die wichtigeren Kapitel werden länger, die weniger wichtigen kürzer. Die einzelnen Kapitel versiehst du mit aussagekräftigen Titeln. Bei Amazon kannst du die Amazon-eigene Leseprobe “Blick ins Buch” freischalten: Auf einen Blick erhält der Leser mit dieser Option einen Überblick über die Kapitel und ersten Seiten. Mehr zu diesem Thema in diesem BEITRAG.


Als besonders wirkungsvoll erweist sich die Methode,die Aufmerksamkeit der Leser durch ein Bonus-Kapitel auf dein Buch zu lenken. Dieses Bonus-Kapitel könnte auch das Alleinstellungsmerkmal des Buchs werden.

6. Schreibroutine und Schreibstil entwickeln

Jeder Autor startet mit anderen Voraussetzungen: Er hat eine individuelle Schreiberfahrung und -fähigkeiten.

Wenn du vorher noch nie geschrieben hast, beginnst du mit einer kleinen Schreibroutine von täglich 500 Wörtern. In den ersten zwei Wochen machst du es dir zum Ziel, täglich 500 Wörter als Pensum zu schreiben. So entwickelst du ein Gefühl dafür, wie lange du für diese Wortanzahl brauchst und ob du die nötige Portion Selbstdisziplin hast, um langfristig an deinem Buch zu arbeiten.

Der persönliche Schreibstil entwickelt sich durch regelmäßiges Schreiben. Um für deine Zielgruppe zu schreiben und für sie spannend, unterhaltsam und lesenswert zu bleiben, ziehst du Tools wie das Textanalyse-Tool und die Vorlese-Tools deines Textverarbeitungsprogramms heran.

Lass deine Texte in regelmäßigen Abständen von passenden Menschen gegenlesen und auf Lesbarkeit prüfen.

7. Testleser vororganisieren

Achtung: Als Testleser kommt nicht jede Person in Frage.

Der beste Testleser ist eine Person, die nah an deinen Wunschleser herankommt. Das ist genau der Leser, der dein Buch nach dem Lesen mit einer besonders positiven Rezension belohnen und dein Buch an andere Menschen weiterempfehlen wird.

Suche schon während der Planung und während des Schreibens nach solchen Testlesern. Hast du sie nicht im Familien- oder Bekanntenkreis, kannst du dich auf Seiten wie vorablesen oder lovelybooks nach geeigneten Lesern umsehen.

8. Titel und Untertitel prüfen

Im deutschsprachigen Raum gibt es aus Urheberrechtsgründen Titelschutz. Das bedeutet, dass du als Autor keine Titel kopieren oder sehr ähnliche Titel für dein Buch verwenden darfst.

Um rechtlich auf der sicheren Seite zu bleiben, führst du auf buchhandel.de im Verzeichnis lieferbarer Bücher eine Titel-Recherche durch.

Alle Autoren und Selbstverleger müssen je nach ihrem Verlagsstandort aus gesetzlichen Gründen zwei Pflichtkopien ihrer Bücher an die deutsche, österreichische oder schweizerische Nationalbibliothek abgeben. Dadurch kann buchhandel.de die Titel in sein Verzeichnis mitaufnehmen.

Doch nicht alle Selbstverleger halten sich an diese Pflicht. Gerade deswegen ist eine weitere Titel-Überprüfung im Web wichtig.

9. Buch-Cover zum Blickfänger machen

Das Buch-Cover soll deinem zukünftigen Leser dabei helfen, das Thema auf einen Blick zu erkennen und Interesse für das Buch zu entwickeln. Es ist eigentlich das wichtigste Marketing-Werkzeug von allem.

Wenn du keine Ideen für das Cover deines Buchs hast, sieh dir die Buch-Cover der meistverkauften Bücher an: Wie sind sie gestaltet? Welche Farben verwenden sie? Sind sie mit oder ohne Bildern aufgemacht? Wie komme ich an gute und rechtlich sichere Fotos?

Mehr zum Thema Buch-Cover findest du in diesem BEITRAG.

10. Überzeugende Werbetexte erstellen

Jedes Buch braucht je nach Buchformat mehrere Werbetexte. Der bekannteste Werbetext ist der des Buchrückens, der „Klappentext“.

Wer noch nie einen Klappentext geschrieben hat, kann sich mit folgender Vorstellung helfen: Erzähle den Inhalt einem Bekannten, der von deinem Buch noch nie gehört hat. Wie reagiert er auf deine Zusammenfassung? Versteht er den Inhalt? Ist ihm das Alleinstellungsmerkmal klar? Reißt sie ihn mit? Würde er das Buch gerne kaufen? Oder solltest du irgendetwas ändern?

Neben dem Klappentext braucht das Buch noch Texte für die Webseite, für die Social Media-Kanäle und für die Buchverkaufsplattformen.

Mehr Informationen zu diesem Thema findest du HIER.


11. Buch fehlerfrei anbieten

Für den ersten Eindruck gibt es keinen zweiten. - Du kennst diesen Spruch sicher! :)

Dein Sachbuch sollte unbedingt fehlerfrei hinausgehen, um bei den Lesern einen guten Eindruck zu hinterlassen.

Nach dieser Devise jagst du dein Sachbuch durch eine Rechtschreibprüfung deines Textverarbeitungsprogramms und vertraust es im besten Fall einem Lektor zur Prüfung an. Es gibt Leser, die selbst über die unscheinbarsten Rechtschreib- und Grammatikfehler nicht hinwegsehen und negative Rezensionen hinterlassen.

Sorge deswegen vor und lege deine Latte so hoch, dass dein Buch fehlerfrei hinausgeht.

Welche Tools du zur Überprüfung nutzen kannst, erfährst du in diesem BEITRAG.


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